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Frettenheim wird erstmals im Jahre
767 im Lorscher Codex erwähnt. Damals trug es noch den schönen Namen “Frittenheim” - aber nicht, weil dort Kartoffeln schmackhaft verwandelt wurden, sondern weil der Gründer,
der seinen Hof dort errichtete, “Frido” hiess. Erst im Jahre 1402 erhielt Frettenheim seinen heutigen Namen.
Wie zahlreiche Bodenfunde beweisen, war der Raum um Frettenheim schon viele Jahrtausende vor Christi Geburt von Menschen
besiedelt. Bereits in der Bronzezeit wurde der fruchtbare Boden bebaut. Man hat Beweise für die Besiedelung durch Halbstadtleute und Kelten. Von den Römern
künden die Überreste eines ausgemauerten Brunnens aus römischen Ziegeln, römischen Münzen und eine ganze Anzahl von Gebrauchsgegenständen und Silicatgefäßen, die hier
gefunden wurden.
Im Jahre 1575 wurde Frettenheim Teil der Kurpfalz, ab 1755 waren die Freiherren von Heddersdorf Zehntherren (auch heute noch
steht die Zehntscheune).
1792 stand Frettenheim unter französischer Verwaltung und gehörte zur Deputation Donnersberg, 1816 dann der Wechsel zum Großherzogtum Hessen.
Selbständig wurde Frettenheim ab 1868, der erste Bürgermeister damals hiess Wendelin Mathias Kiefer.
Zu Rheinland-Pfalz gehört Frettenheim seit 1946.
Die Einwohnerzahl hat sich seit 1772 verdreifacht: damals wohnten in Frettenheim 90 Einwohner. Im Gegensatz zu heute gab es damals eine eigene Schule; heute gehen
die Kinder zur Grundschule in Dittelsheim-Heßloch und später in die weiterführenden Schulen nach Osthofen, Alzey oder Worms.
Aus der Schule wurde, die seit 1967 nicht mehr existiert, wurde im Jahre 1981 das heutige Dorgemeinschaftshaus.
Mit der Eröffnung der Bahnlinie Osthofen - Gau-Odernheim im Jahre 1897 hielt der Fortschritt Einzug in der kleinen Gemeinde:
1905 baute man eine Wasserleitung, 1912 gab es elektrisches Licht, 1952 wurde der erste Mähdrescher angeschafft und mit dem Kanalbau begonnen.
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